Ein Lagerfeuer ist nur dort angemessen, wo es erlaubt und wirklich notwendig ist. Wir erläutern den sicheren Umgang mit Feuer und schonendere Alternativen.

Prüfen Sie Regeln und Bedingungen
Informieren Sie sich vor dem Aufbruch über die offizielle Waldbrandgefahrenstufe, vorübergehende Verbote und erlaubte Feuerarten. Eine Einschränkung kann Lagerfeuer, Kohlegrills und bestimmte Kocher betreffen; prüfen Sie daher genau Ihre Ausrüstung. Eine alte Feuerstelle oder ein fremdes Feuer in der Nähe beweist nicht, dass Flammen jetzt erlaubt sind. Bei starkem Wind, Trockenheit oder unzureichender Wasserreserve verzichten Sie darauf. Auch ein vertrauter Platz kann nach veränderten Bedingungen neu gesperrt sein.
Beurteilen Sie Kräfte und Zeit der Gruppe für die Feuerstelle. Ein Feuer muss bis zur vollständigen Abkühlung ständig beobachtet werden, auch noch nach dem Abendessen. Möchten die Teilnehmenden schlafen, aufbrechen oder Wasser sparen, ist es sicherer, kein Feuer zu entzünden. Die späte Entscheidung für Feuer bestimmt, wie lange vor dem Schlafen noch jemand Wache halten muss.
Wählen Sie eine vorbereitete Stelle
Nutzen Sie eine bestehende eingerichtete Feuerstelle, wenn die Regeln dort Feuer erlauben. Entfernen Sie trockene Gräser, Nadeln, Blätter und herabhängende Äste im nach örtlichen Vorgaben nötigen Umkreis. Meiden Sie Torfboden, Wurzeln, morsche Baumstümpfe und Bereiche unter Bäumen; Glut kann unter die Oberfläche wandern. Nach mehreren Stunden kann dort erneut Feuer erscheinen, obwohl von oben nichts mehr zu sehen war. Prüfen Sie deshalb den Untergrund vor dem Anzünden.
Stellen Sie Wasser und ein Werkzeug zum Umrühren der Kohlen bereit. Eine Steinplatte eignet sich schlecht: Feuchter Stein kann durch Hitze zerspringen, und eine schwarze Spur bleibt lange. Prüfen Sie die Windrichtung, damit Funken von Zelten, Wald und trockenem Hang wegfliegen. Werden die Böen wechselhaft, löschen Sie das Feuer, denn eine sichere Richtung ist nicht mehr beständig. Auf einem Platz mit Zelten in der Nähe ist diese Kontrolle beim Kochen besonders wichtig.
Sammeln Sie Brennmaterial verantwortungsvoll
Wo das Sammeln erlaubt ist, nehmen Sie nur tote, trockene Äste passender Größe vom Boden. Lebende Äste rauchen, und ihr Abschneiden schädigt Pflanzen. Schälen Sie keine Rinde ab, fällen Sie keine stehenden Bäume und zerlegen Sie kein Totholz, wenn es für das örtliche Ökosystem wichtig ist. An vielen beliebten Lagerplätzen muss Brennholz mitgebracht oder vor Ort gekauft werden, damit keine Schädlinge zwischen Regionen verschleppt werden. Klären Sie dies vor der Reise; sonst gibt es an der Feuerstelle vielleicht kein erlaubtes Brennmaterial.
Bereiten Sie Material in drei Größen vor: dünnes trockenes Anzündmaterial, etwas dickere Zweige und Hauptbrennstoff. So lässt sich eine kleine Flamme leichter aufrechterhalten, indem Zweige schrittweise hinzugefügt werden. Brennbare Flüssigkeiten können schlagartig aufflammen und Menschen verletzen; verwenden Sie sie nicht. Kunststoff und Abfall eignen sich ebenfalls nicht zum Anzünden, da sie die Luft mit beißendem Rauch verschmutzen. Liegt alles bereit, müssen Sie die Feuerstelle nicht verlassen, um Äste zu suchen.
Halten Sie das Feuer klein
Entzünden Sie nur eine Flamme, die für Ihre Aufgabe gerade ausreicht. Fügen Sie Zweige schrittweise hinzu und achten Sie darauf, dass jeder vollständig in die Feuerstelle passt und nicht über den Rand hinausragt. Bestimmen Sie eine erwachsene Person, die für das Feuer verantwortlich ist und ständig dabeibleibt. Kinder und Tiere halten sicheren Abstand; die Wege um die Feuerstelle bleiben frei von Rucksäcken und Leinen. Trägt jemand heißes Geschirr, hilft ein freier Weg, eine versehentliche Berührung mit dem Feuer zu vermeiden.
Lassen Sie das Feuer auch für kurze Zeit nicht unbeaufsichtigt. Ein Funke kann ins Gras fliegen, eine Böe leichte Kohlen aus der Feuerstelle tragen. Die verantwortliche Person bleibt bis zum vollständigen Löschen am Ort. Löschen Sie die Flamme beim kleinsten Zweifel sofort, solange sie kontrollierbar ist.
Löschen Sie vollständig
- Lassen Sie das Holz zu kleinen Kohlen herunterbrennen und hören Sie rechtzeitig auf, Brennstoff nachzulegen.
- Übergießen Sie die Kohlen mit reichlich Wasser.
- Rühren Sie die Asche um und übergießen Sie sie erneut.
- Prüfen Sie, ohne Asche und Kohlen zu berühren, dass keine Wärme mehr zu spüren ist.
Beginnen Sie lange vor Aufbruch oder Schlaf mit dem Löschen. Mit Erde bedeckte Asche kann weiterglimmen; Erde ersetzt daher kein Wasser. Ist die Stelle noch heiß, wiederholen Sie Wässern und Umrühren. Gehen Sie erst nach vollständiger Abkühlung: Ruhig wirkende Asche kann Hitze verbergen.
Wenn Vegetation brennt: Warnen Sie sofort die Menschen, entfernen Sie sich auf sicherem Weg, rufen Sie den Notdienst und folgen Sie den Anweisungen. Sich ausbreitendes Feuer kann die Bedingungen um den Lagerplatz schnell verändern. Versuchen Sie nicht, es allein zu bekämpfen; die Gruppe muss sich auf sicherem Weg entfernen.
Planen Sie einen Abend ohne Feuer
Warmes Essen vom Kocher, eine trockene Isolationsschicht und frühes Schlüpfen in den Schlafsack bieten berechenbare Wärme. Stirnlampen schaffen weiches gemeinsames Licht für Gespräche. Dieser Plan ist besonders oberhalb der Baumgrenze, bei Wind und dort nützlich, wo wenig Holz vorhanden ist. Ist Feuer verboten, lässt sich der Abend mit bereits mitgebrachter Ausrüstung gestalten. Der Kocher wird dabei nur dort verwendet, wo die aktuellen Regeln ihn erlauben.
Prüfen Sie den Kocher vor der Reise im Freien, nehmen Sie passenden Brennstoff und einen stabilen Untergrund mit. Vorbereitung verhindert die Fehlersuche beim Abendessen. Verwenden Sie das Gerät niemals im Zelt oder in einem schlecht belüfteten Schutzraum; es drohen Brand, Verbrennungen und Kohlenmonoxidansammlung. Die Herstelleranleitung bestimmt die Betriebsbedingungen, richten Sie sich bei Vorbereitung und Nutzung danach.











